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Marktbeobachtung12 Min. Lesezeit

Wenn ChatGPT nach einem Makler gefragt wird — sind Sie dann dabei?

Wenn Käufer und Verkäufer heute mit ChatGPT, Perplexity oder Claude nach einem Makler fragen, entscheidet kein Zufall, wer empfohlen wird — sondern eine Handvoll struktureller Kriterien. Was eine Serie von KI-Sichtbarkeits-Audits deutscher Maklerhäuser über robots.txt, Schema-Markup, Stadtteilseiten und Vertrauenssignale zeigt — und welche Hebel die meisten Häuser bisher liegen lassen.

Was Maklerwebsites heute leisten müssen, damit Verkäufer und Käufer sie auch in der KI-Suche finden — eine Perspektive aus einer Serie strukturierter Sichtbarkeits-Audits deutscher Maklerhäuser.

Stand 04/2026 · Beobachtungen aus laufenden KI-Sichtbarkeits-Audits — vom Einzelmakler bis zur Sparkassen-Tochter.

Eine neue Frage, die jede Woche häufiger gestellt wird

Ein Eigentümer in Köln-Lindenthal überlegt, sein Haus zu verkaufen. Vor drei Jahren hätte er bei Google gesucht. Heute öffnet er ChatGPT und tippt: „Welcher Makler ist gut für Lindenthal?"

Was dann passiert, ist für viele Makler ein blinder Fleck. Die KI beantwortet die Frage nicht zufällig. Sie zieht aus dem Netz die Quellen, die ihr strukturiert, vertrauenswürdig und aktuell erscheinen — und nennt zwei, drei Häuser. Wer dort nicht dabei ist, existiert für diesen Eigentümer nicht.

Diese Verschiebung ist nicht mehr Zukunft. ChatGPT, Perplexity, Claude und die kleinen Antwortboxen oben in den Google-Ergebnissen (die „AI Overviews") sind im Alltag angekommen. Eine wachsende Zahl von Käufern und Verkäufern beginnt dort — und klickt erst dann auf eine Website, wenn die KI sie überhaupt erwähnt hat.

Die gute Nachricht: Welche Websites die KI nennt, ist kein Lotteriespiel. Es folgt klaren Regeln. Und die meisten Makler erfüllen diese Regeln heute nicht — was bedeutet, dass jetzt das Zeitfenster ist, in dem Sichtbarkeit noch günstig zu gewinnen ist.

Wir haben in den letzten Monaten eine ganze Reihe von Maklerwebsites systematisch geprüft. Vom Ein-Mann-Büro bis zur Sparkassen-Tochter mit hundert Mitarbeitern. Was dabei wiederkehrt, lässt sich in acht Punkten zusammenfassen.

1. Lassen Sie die KI überhaupt rein?

Bevor die KI Sie empfehlen kann, muss sie Ihre Website lesen dürfen. Klingt selbstverständlich — ist es aber nicht. Viele Websites haben in einer kleinen Textdatei namens robots.txt Anweisungen stehen, welche automatischen Besucher willkommen sind und welche nicht. Diese Datei wurde meist vor Jahren angelegt, oft vom damaligen Webdesigner, und seitdem nie wieder angerührt.

Das Problem: Die KI-Systeme schicken eigene „Lese-Roboter" los, die heißen GPTBot (von ChatGPT), ClaudeBot, PerplexityBot und so weiter. Wenn Ihre robots.txt diese nicht ausdrücklich erlaubt — oder schlimmer: pauschal alle Roboter aussperrt — dann kennt die KI Ihre Website schlicht nicht. Es ist, als würde im Schaufenster „Geschlossen" hängen, ohne dass es jemand bemerkt.

Was zu tun ist: Lassen Sie Ihren Webentwickler die robots.txt einmal prüfen. Die Frage ist simpel: „Sind GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot und Google-Extended erlaubt?" Wenn nein, ist das in zehn Minuten korrigiert — und Ihre Website wird auf einen Schlag für die wichtigsten KI-Systeme lesbar.

Eine ähnliche Falle: Manche Websites blockieren automatische Besucher über einen Sicherheits-Dienst (oft Cloudflare). Die Website funktioniert für Menschen, aber die KI bekommt eine Sperre angezeigt. Auch das ist ein häufiger blinder Fleck.

2. Klassisches Google bleibt das Fundament

Ein hartnäckiges Missverständnis: „Wenn ich für die KI optimiere, ist Google egal." Falsch. Die KI-Systeme schauen in einem ersten Schritt häufig bei Google und Bing nach, welche Quellen die Suchmaschinen für vertrauenswürdig halten. Wer in der klassischen Google-Suche auf Position 47 steht, wird auch von der KI selten zitiert.

Anders gesagt: Die KI verdoppelt die Sichtbarkeit, die Sie bei Google ohnehin schon haben. Sie ersetzt sie nicht.

Das bedeutet: Wer in KI-Sichtbarkeit investieren will, sollte gleichzeitig die klassische Google-Hausaufgabe nicht vergessen. Sprechende Adressen (also /immobilienmakler-koeln-lindenthal/ statt /page?id=472), aussagekräftige Seitentitel, vernünftige Beschreibungstexte. Das sind die Klassiker — sie verlieren ihre Bedeutung nicht, sondern sie werden wichtiger, weil sie jetzt für zwei Sichtbarkeits-Ebenen gleichzeitig wirken.

Besonders überraschend für viele Makler: Bing zählt mehr als gedacht. ChatGPT Search zieht seine Ergebnisse stark aus Bing. Wer seine Website nie bei Bing angemeldet hat, lässt einen ganzen Sichtbarkeits-Kanal liegen.

3. Strukturierte Daten: Die unsichtbare Visitenkarte für die KI

Hier kommt der Teil, der technisch klingt — aber im Grunde einfach ist. Stellen Sie sich vor, jede Information auf Ihrer Website hätte ein kleines unsichtbares Etikett, das der KI verrät, was es ist. „Das hier ist eine Telefonnummer." „Das ist eine Bewertung mit 4,8 Sternen." „Das ist eine Mitarbeiterin namens Susanne Müller, Immobilienkauffrau." „Das ist ein Marktbericht, erschienen am 12. März 2026."

Diese Etiketten heißen in der Fachsprache Schema.org-Markup oder strukturierte Daten — aber im Kern sind es einfach maschinenlesbare Visitenkarten, die im Hintergrund der Website mitlaufen. Der Besucher sieht sie nicht. Die KI sieht praktisch nur sie.

Was wir in den Audits immer wieder feststellen:

  • Auf vielen Websites fehlen diese Etiketten ganz. Die KI sieht dann zwar den Text, weiß aber nicht, was sie damit anfangen soll.
  • Auf anderen Websites sind sie vorhanden, aber kaputt — falsch geschrieben, doppelt angelegt, mit Tippfehlern, die das gesamte Etikett unbrauchbar machen.
  • Manche modernen Webbaukästen erzeugen leere oder sinnlose Etiketten, die zwar im Code erscheinen, aber keine echte Information tragen. Die KI ignoriert sie.

Die wichtigsten Etiketten für einen Makler:

EtikettWas es sagt
RealEstateAgent„Hier ist ein Immobilienmakler" — mit Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Marktgebiet
AggregateRating„Dieser Makler hat im Schnitt 4,8 Sterne aus 187 Bewertungen"
Person„Dies ist Frau Müller, Immobilienkauffrau, seit 2015 im Haus, hier ist ihr LinkedIn"
Article„Dies ist ein Marktbericht für Köln-Lindenthal, veröffentlicht am 12.03.2026"
FAQPage„Hier sind häufige Fragen mit Antworten — z. B. ‚Was kostet eine ETW in Lindenthal?'"
Review„Hier ist eine echte Kundenbewertung, geschrieben von Familie Schmitz am 5. Januar"

Was zu tun ist: Bitten Sie Ihren Webentwickler um eine Bestandsaufnahme: Welche dieser Etiketten gibt es auf der Website schon, welche fehlen, welche sind fehlerhaft? Eine kostenlose erste Diagnose liefert der Schema.org-Validator und der Google Rich-Results-Test — beides öffentlich verfügbare Werkzeuge, in die man die eigene Website-Adresse eingibt und sofort eine Liste sieht.

4. Der überraschendste Befund: Gute Bewertungen reichen nicht

Das war für uns selbst die deutlichste Erkenntnis aus der Audit-Serie. Wir haben Häuser mit 5,0 Sternen bei Google geprüft, die bei der Suche „Immobilienmakler [Stadt]" trotzdem nicht in den Top 10 auftauchten. Und wir haben Häuser mit 4,5 Sternen gesehen, die auf Position 3 standen.

Wie passt das zusammen? Bewertungen sind wichtig — aber sie sind nicht der Hebel, der das Ranking treibt. Der wahre Hebel ist die Struktur der Website-Adressen.

Was wir in fast jedem Audit sehen: Eine Maklerwebsite hat Seiten wie /immobilien-in-koeln-lindenthal/ (gut), aber keine Seiten wie /immobilienmakler-koeln-lindenthal/. Das klingt nach Wortklauberei, aber für die KI sind das zwei völlig verschiedene Fragen:

  • „Immobilien in Lindenthal" — sucht nach Inseraten (für Käufer)
  • „Immobilienmakler in Lindenthal" — sucht nach einem Ansprechpartner (für Verkäufer)

Wer nur die erste Seite hat, gibt die zweite, viel wertvollere Suche an die Konkurrenz ab. Verkäufer landen dann bei dem Wettbewerber, der eine eigene Seite „Immobilienmakler Lindenthal" pflegt — mit klarem Ansprechpartner, Erfahrungen aus dem Stadtteil, einer FAQ zu Verkäuferfragen.

Was zu tun ist: Schauen Sie sich Ihr Marktgebiet an. Listen Sie die fünf bis fünfzehn wichtigsten Stadtteile oder Orte auf. Hat Ihre Website für jeden davon zwei Seiten — eine für Käufer-Suchanfragen, eine für Verkäufer-Suchanfragen? In der Audit-Serie war die Antwort fast immer: nein. Hier liegt der mit Abstand größte Hebel, den die meisten Häuser bisher liegen lassen.

5. Stadtteilseiten: Tiefe schlägt Breite

Sobald die zwei Seiten pro Stadtteil stehen, kommt die nächste Frage: Was steht eigentlich drauf?

In den Audits sehen wir oft Stadtteilseiten, die aus drei Absätzen Platzhaltertext bestehen: „Lindenthal ist ein beliebter Stadtteil im Westen Kölns mit guter Anbindung und vielen Grünflächen." Das ist freundlich gemeint, aber die KI weiß damit nichts anzufangen — weil sie diesen Satz wortgleich auch in fünfzig anderen Quellen findet.

Was die KI dagegen liebt, sind konkrete, überprüfbare, datierte Aussagen. Ein Makler, der schreibt:

„Eigentumswohnungen in Lindenthal kosten aktuell zwischen 5.800 und 7.400 € pro Quadratmeter, im Median 6.450 € (Stand März 2026, Gutachterausschuss Köln). Die Mietrendite liegt bei 3,1 % — damit ist Lindenthal eher eine Wertbeständigkeits-Lage als eine Renditelage. Die teuersten Straßenzüge liegen rund um den Stadtwald (Lindenburger Allee, Dürener Straße)..."

…wird von der KI als zitierfähige Quelle erkannt. Der Stadtteil-Stereotyp wird es nicht.

Eine bewährte Struktur für eine starke Stadtteilseite umfasst etwa 1.500 bis 3.000 Wörter und enthält:

  • Einführung mit Mikrolage-Beschreibung (welche Straßenzüge, welche Quartiere)
  • Preistabelle (Eigentumswohnung, Haus, Miete, Mietrendite) mit Datum und Quelle
  • Preisverlauf der letzten fünf bis sieben Jahre
  • Mietmarkt mit typischer Mieterstruktur
  • Bewohner- und Käuferstruktur (Familien? Senioren? Akademiker?)
  • Stadtteilbesonderheiten (Bebauungstyp, Denkmalschutz, Verkehr, Energieeffizienz-Niveau der typischen Bausubstanz)
  • Vorstellung der Ansprechpartnerin oder des Ansprechpartners aus dem Haus
  • FAQ mit den Fragen, die Kunden tatsächlich stellen
  • Stand und Quellen

Das ist Arbeit. Aber es ist die Arbeit, die heute den Unterschied macht. Ein Makler mit fünf richtig tiefen Stadtteilseiten ist für die KI sichtbarer als ein Wettbewerber mit fünfzig oberflächlichen.

Ein häufiger und vermeidbarer Fehler: Marktberichte werden als PDF zum Download angeboten — und die KI kann sie nicht lesen. Stellen Sie sicher, dass die Inhalte Ihres Marktberichts auch als reguläre HTML-Seite auf der Website stehen. PDF darf zusätzlich angeboten werden, aber nicht ausschließlich.

6. Vertrauen aufbauen — auf mehreren Plattformen gleichzeitig

KI-Systeme sind misstrauisch. Sie zitieren nur Quellen, deren Vertrauenswürdigkeit sich aus mehreren unabhängigen Hinweisen ergibt. Eine schöne eigene Website allein reicht nicht — sie könnte schließlich von jedem behauptet werden.

Was wirklich Vertrauen schafft:

Google Business Profile aktiv pflegen. Das Profil mit Sternen und Öffnungszeiten, das in Google Maps erscheint. Wichtig sind hier nicht nur die Sterne, sondern: aktuelle Öffnungszeiten, Antworten des Inhabers auf jede Bewertung (positiv wie negativ), regelmäßige kleine Beiträge („GBP-Posts") mindestens einmal im Monat. Wir haben in den Audits Profile gesehen, deren letzter Beitrag von 2024 stammte — das ist nicht nur ein verpasstes Signal, sondern wirkt aktiv nachlässig.

Bewertungen auf mehreren Plattformen. Trustpilot, ProvenExpert und Jacasa sind die drei wichtigsten unabhängigen Bewertungsportale. Wer auf allen drei vertreten ist, und zwar mit derselben Adresse und Telefonnummer wie auf der Website und bei Google, sendet ein starkes Konsistenz-Signal. Eine häufige Schwachstelle: Die Adresse weicht in einem der Portale leicht ab („Hauptstr. 5" hier, „Hauptstraße 5" dort) — und damit fragt sich die KI, ob das wirklich derselbe Makler ist.

Bewertungen auch auf der eigenen Website zeigen. Das ist eine der Stellen, an denen die Audits oft denselben paradoxen Befund liefern: Die ausführlichste Seite der gesamten Website ist die Bewertungsseite — voll mit echten Kundenkommentaren. Aber sie trägt keine „Etiketten" (siehe Punkt 3), und damit weiß die KI nicht, dass sie eine Bewertungsseite vor sich hat. Hier liegen viele Häuser ein riesiges Vertrauenssignal brach.

Team mit Profilen zeigen. Eine Teamseite, auf der jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter mit Position, Erfahrung und LinkedIn-Profil sichtbar ist, ist ein starkes Signal. Anonyme Anbieter werden von KI-Systemen schlechter zitiert als Häuser, deren Menschen klar erkennbar sind. Dies trifft besonders Makler — weil Vertrauen in dieser Branche immer auch persönlich aufgebaut wird.

7. Was Sie sich sparen können

Damit das Bild nicht einseitig wird: Einige Dinge, die in der allgemeinen Online-Marketing-Diskussion stark betont werden, sind für die KI-Sichtbarkeit weniger entscheidend, als man denkt.

  • Ladegeschwindigkeit der Website. Wichtig für die Nutzerfreundlichkeit, ja. Aber eine inhaltlich starke Seite mit mittelmäßiger Ladezeit wird häufiger zitiert als eine schwache Seite, die in 0,8 Sekunden lädt.
  • Backlinks kaufen oder tauschen. KI-Systeme bewerten inhaltliche Substanz und strukturierte Daten höher als reine Verlinkungs-Masse.
  • Bestimmte Schlüsselwörter möglichst oft platzieren. Das ist klassisches SEO-Denken aus den 2010er-Jahren und für KI-Systeme bedeutungslos. Was zählt, ist semantische Klarheit — also einfach: Sagen Sie, was Sie sagen wollen, präzise, mit konkreten Zahlen und Fakten.
  • Drei GBP-Beiträge pro Woche. Ein bis zwei pro Monat mit Substanz reichen völlig, wenn Sie auf jede Bewertung antworten.

Ein realistisches Soll-Bild

Wenn Sie sich nach dem Lesen fragen: „Und jetzt? Womit fange ich an?" — hier eine Reihenfolge, die sich in den Audits bewährt hat.

Zuerst (Stunden bis Tage): robots.txt prüfen lassen. Schema-Bestandsaufnahme machen lassen. Bing-Eintragung nachholen. Diese Schritte sind klein, aber wirkungsstark — und sie kosten wenig.

Dann (Wochen): Die wichtigsten Bewertungsplattformen synchronisieren — gleiche Adresse, gleiches Telefon, gleiche Öffnungszeiten überall. Die Bewertungsseite auf der eigenen Website mit den passenden Etiketten ausstatten. Die Teamseite mit Profilen je Person aufrüsten.

Mittelfristig (Monate): Den Stadtteil aussuchen, der am wichtigsten ist, und eine erste richtig tiefe Stadtteilseite bauen — als Pilotseite. Sie wird zur Blaupause für alle weiteren Stadtteile. Erst wenn diese eine Seite richtig sitzt, wird sie auf die anderen Stadtteile übertragen.

Begleitend laufend: GBP-Profil pflegen, Bewertungen aktiv beantworten, Marktberichte regelmäßig veröffentlichen — als HTML-Seite, nicht nur als PDF.

Das ist kein Sprint. Es ist Aufbauarbeit über sechs bis zwölf Monate. Aber die Häuser, die heute beginnen, schaffen sich einen Vorsprung, der durch keine kurzfristige Aktion mehr eingeholt werden kann. Eine KI-sichtbare Website ist kein Marketing-Trick — sie ist ein dauerhaftes Asset, das in zwei Jahren zur Grundanforderung wird, so wie eine mobiltaugliche Website es vor zehn Jahren wurde.

Was als Nächstes kommt

Drei Entwicklungen werden die Spielregeln weiter verschieben:

Erstens werden KI-Systeme zunehmend vergleichend antworten. Statt „Ein guter Makler ist X." wird die Antwort lauten: „Drei gute Makler für Lindenthal sind X, Y und Z, weil…". Damit wird die saubere strukturierte Vergleichbarkeit zwischen Wettbewerbern wichtiger — wer hier vorne mitspielt, wird häufiger in solche Listen aufgenommen.

Zweitens wird die Bildersuche relevanter. Stadtteilfotos, Team-Fotos und Immobilien-Bilder mit ordentlichen Bildbeschreibungen werden zu einem eigenen Sichtbarkeitsfaktor.

Drittens — und das ist die wichtigste Verschiebung — wird die Antwort die Quelle ersetzen. Heute liefert die KI noch einen Klick auf Ihre Website. Bald wird sie die Antwort direkt geben („In Lindenthal kostet eine ETW zwischen 5.800 und 7.400 € pro Quadratmeter, laut [Makler X]."). Der Nutzer klickt nicht mehr — aber Ihr Name fällt. Das ist die neue Form der Markenbildung: zitiert werden, nicht angeklickt werden.

Wer das ernst nimmt, baut seine Website heute nicht mehr für Besucher allein. Er baut sie auch für die KI, die in Zukunft entscheidet, wer überhaupt empfohlen wird.

Dieser Artikel basiert auf einer Serie strukturierter KI-Sichtbarkeits-Audits deutscher Maklerhäuser. Die beschriebenen Muster sind anonymisiert verdichtet — sie zeigen wiederkehrende strukturelle Befunde, keine Einzelfälle. Wer wissen möchte, wo die eigene Website in diesem Bild steht, dem hilft eine strukturierte Bestandsaufnahme — der erste Schritt ist jedes Mal derselbe: Hinsehen, prüfen, priorisieren. Weitere Perspektivartikel finden Sie unter propgen Perspektiven.

Robert Kaiser
Autor
propgen Gründer · Host „ImmoKaiser"

Robert Kaiser ist seit 2020 im Maklergeschäft zu Hause und Host des Podcasts „ImmoKaiser". Bei propgen sorgt er dafür, dass jede Funktion am tatsächlichen Tagesgeschäft der Branche gemessen wird. Alle Beiträge des Autors.

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