Human-in-the-Loop
Human-in-the-Loop heißt: Eine KI oder Automation bereitet vor, ein Mensch prüft und entscheidet an festgelegten Stellen. So bleibt die Verantwortung beim Menschen, ohne dass er jeden Schritt selbst machen muss.
Auch bekannt als: HITL · Mensch in der Schleife · menschliche Aufsicht · Freigabe durch den Menschen
Human-in-the-Loop beschreibt ein Zusammenspiel, bei dem eine KI oder eine Automation die Arbeit vorbereitet und ein Mensch an festgelegten Stellen prüft, ergänzt oder entscheidet. Das Gegenstück ist die vollautomatische Verarbeitung ohne menschlichen Blick.
Wo der Mensch entscheiden sollte
Nicht jeder Schritt braucht eine Freigabe, sonst ist die Zeitersparnis weg. Sinnvoll ist sie dort, wo ein Fehler teuer oder nicht rückgängig zu machen ist: beim Versand an Kunden, bei rechtlich relevanten Angaben, beim endgültigen Löschen. Eine Notiz oder Aufgabe darf eine KI dagegen direkt anlegen, wenn sie sich jederzeit ändern lässt.
Warum das bei KI wichtig ist
Sprachmodelle können sich irren und dabei überzeugend klingen, siehe KI-Halluzination. Der EU AI Act verlangt für Hochrisiko-Systeme ausdrücklich menschliche Aufsicht. Auch außerhalb davon ist Human-in-the-Loop die einfachste Antwort auf die Frage, wer am Ende verantwortlich ist.
So setzt propgen das um
Interaktive Automationen öffnen nach einer gespeicherten Aktion das vorbefüllte Formular, den letzten Klick macht der Mensch, siehe Interaktive Automatisierungen. Im Workflow Manager stellt der Schritt Entscheidung eine Frage und wartet auf die Antwort. Beim Auslesen von Ausweisen übernimmt propgen nur, was Du anhakst, und endgültig gelöscht wird nach DSGVO nur nach Bestätigung durch eine berechtigte Person in der App.
In propgen verfügbar als
- Termin gespeichert, Terminbestätigung offen: Interaktive AutomatisierungenSeptember 2026 VII
- Entscheidungen im Workflow Manager: eine Frage, mehrere WegeNovember 2026 I
- GwG-Identifizierung in Sekunden: Die KI liest den AusweisOktober 2026 L
- Löschvorschläge nach DSGVO: Fristen prüfen, Vorschläge gesammelt freigeben und endgültig löschenNovember 2026 IV
Verwandte Begriffe
- KI-AgentEin KI-Agent arbeitet einen Auftrag selbstständig in mehreren Schritten ab: Er plant, nutzt Werkzeuge wie CRM-Suche oder Web-Recherche und liefert ein fertiges Ergebnis. In propgen gibt es zwei Typen: Routinen laufen nach Zeitplan, Skills starten auf Knopfdruck mit eigenen Eingabefeldern — geprüft und freigegeben wird vom Makler.
- Workflow-AutomatisierungWorkflow-Automatisierung im Makler-CRM bedeutet, wiederkehrende Prozesse (Portalanfragen, Besichtigungs-Bestätigungen, Eigentümer-Reporting) durch konfigurierte Regeln ausführen zu lassen — mit Auslöser, Bedingung und Aktion, visuell konfiguriert ohne Programmierung.
- EU-AI-ActDie EU-AI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689, in Kraft seit 1. August 2024) reguliert KI-Systeme nach Risikoklassen. Für Makler-CRMs am relevantesten: Transparenzpflicht aus Art. 50 — KI-erzeugte Inhalte (Exposé-Texte, Homestaging-Bilder, Chat-Antworten) müssen als KI-Output gekennzeichnet werden. Hochrisiko-Auflagen treffen Maklertätigkeit in der Regel nicht.
- KI-HalluzinationEine KI-Halluzination ist eine überzeugend formulierte, faktisch falsche oder frei erfundene Antwort eines Sprachmodells — strukturelle Folge davon, dass LLMs Wahrscheinlichkeiten über Token raten statt aus einer Faktenbasis zu antworten. Im Maklerkontext besonders riskant bei Marktdaten, Rechtsangaben, Energiekennwerten und Kontaktdaten. Gegenmittel: Grounding, RAG und „weiß ich nicht"-Toleranz.