Kontrollieren kann man nur, was sich zeigt: Der Assistent gibt Auskunft über seine Arbeit
An Optimierungen arbeiten wir laufend, diese Woche stellen wir sie ins Schaufenster. Die Änderungen am KI-Assistenten gehen in eine Richtung: Er zeigt, woran ein Vorgang gescheitert ist, kennzeichnet ungewisse Ergebnisse als ungewiss, hält den Zwischenstand fest und merkt sich nur, worum Du ihn ausdrücklich bittest.
- Fehler mit Ursache: der Assistent zeigt, woran ein Vorgang gescheitert ist, mit vollständiger Diagnose auch bei langen Ausgaben
- Ungewisse Ergebnisse kennzeichnet er als ungewiss und wartet, bis Du nachgesehen hast
- Nach einem Abbruch steht im Hinweis, was bereits gespeichert wurde, mit Vorher- und Nachher-Werten
- Die Löschbarkeit eines Datensatzes lässt sich prüfen, ohne dass dabei etwas geändert wird; eine Löschbestätigung ist etwas anderes als die Antwort auf eine Rückfrage
- Massenmails entstehen als Entwurf, mit Liste der aufgenommenen und der übersprungenen Empfänger
- Dauerhaft merkt er sich nur, worum Du ihn ausdrücklich bittest, etwa eine bevorzugte Anrede oder einen E-Mail-Stil
- Kontaktpräferenzen für Du und Sie fließen in E-Mail-Entwürfe ein; frühere Nachrichten findet er auch in langen Unterhaltungen wieder
- Neu dazu: Signaturen prüfen und speichern, VCF-Kontakte lesen, Telefonatdauern ergänzen, Berufspositionen pflegen, Erinnerungen an Aufgaben verwalten, Support-Tickets suchen und ergänzen, Immobilien nach Betreuern filtern
An der Verlässlichkeit des KI-Assistenten arbeiten wir laufend. Das steht selten in einer Release Note, weil dabei keine neuen Knöpfe entstehen. Diese Woche stellen wir diese Arbeit einmal ins Schaufenster: viele kleine Änderungen am Assistenten, die alle in dieselbe Richtung gehen. Man soll ihm bei der Arbeit zusehen und ihn beim Wort nehmen können.
Der Anlass dafür ist eine Haltung, die wir im ImmoKaiser-Podcast zu drei Monaten propgen öffentlich vertreten haben. Silab hat dem eigenen Produkt dort Wasser in den Wein gegossen: Sprachmodelle sind nicht deterministisch, sie können sich bei Preisen, Flächen und Rundungen verrechnen, und der Anwender muss das prüfen.
„Alles, was wir gerade versprochen haben, ist cool — und sollte trotzdem noch einmal überprüft werden, bevor man es blind rausschickt."
Diese Aufforderung hat eine Voraussetzung: Prüfen kann man nur, was sich zeigt. Wer kontrollieren soll, braucht eine Software, die Auskunft über ihre eigene Arbeit gibt. Genau daran haben wir diese Woche gearbeitet.
Die Dokumentvorlage konnte nicht geöffnet werden, weil die hinterlegte Datei fehlt.
Der Kommentar wurde abgeschickt, eine Bestätigung ist aber ausgeblieben. Ob er angekommen ist, kann ich nicht sagen. Bitte im Ticket nachsehen, bevor Du es erneut versuchst.
Die Anfrage wurde abgebrochen. Bereits gespeichert: Status von „Neu" auf „In Prüfung" geändert, Betreuer gesetzt. Alles Weitere ist nicht passiert.
Fehler mit Ursache
- Woran es lag, steht in der Meldung. Scheitert ein Vorgang beim Start, zeigt der Assistent die Ursache. Die vollständige Diagnose bleibt dabei erhalten, auch bei sehr langen Ausgaben und bei Syntaxfehlern.
- Ungewiss bleibt ungewiss. Bleibt eine Antwort aus, etwa beim Ergänzen eines Tickets, kennzeichnet er das Ergebnis als ungewiss und wartet, bis Du nachgesehen hast. Antwortet der Sprachdienst kurzzeitig mit einem Fehler, wiederholt er die Anfrage einmal und benennt danach die Ursache.
- Genaue Angaben zu Eingaben. Bei ungültigen Werten nennt er das betroffene Feld und die erlaubten Werte, bei Dealwerten, Verknüpfungen und Pflichtangaben in Notizen ebenso. Trifft er auf eine E-Mail-Dublette, ergänzt er den vorhandenen Kontakt und bewahrt dessen Angaben.
Der Zwischenstand bleibt sichtbar
- Nach einem Abbruch weißt Du, wo Du stehst. Im Hinweis steht, was vorher schon gespeichert wurde. Nach Änderungen nennt der Assistent die Vorher- und Nachher-Werte, sodass sich jede Änderung nachvollziehen lässt. Bildablagen und bereits geteilte Links bleiben für Folgefragen erreichbar.
- Klare Ansage bei Unterbrechungen. Wird der Server neu gestartet, beendet er laufende Anfragen mit einem Hinweis. Suchanfragen mit Umlauten und lange Arbeitsabläufe laufen zuverlässig durch.
Bestätigen heißt bestätigen
- Eine Löschung braucht ihre eigene Zustimmung. Der Assistent unterscheidet zwischen der Antwort auf eine Rückfrage und der ausdrücklichen Bestätigung einer Löschung. Ein „ja, passt" auf eine Verständnisfrage ist keine Freigabe zum Löschen.
- Prüfen ohne Nebenwirkung. Ob sich ein Datensatz überhaupt löschen lässt, kann er feststellen, ohne dabei etwas zu ändern. Hindernisse erscheinen vor der Bestätigung.
- Massenmails als Entwurf, mit offener Empfängerliste. Bittest Du ihn, eine größere Gruppe anzuschreiben, legt er den Entwurf vor und zeigt dazu beide Listen: wen er aufgenommen hat und wen er übersprungen hat, jeweils mit Grund. Abgeschickt wird von Dir.
- Kontext beim Fortsetzen. Setzt er einen E-Mail-Entwurf fort, berücksichtigt er Empfänger, Quelle und Gesprächsbezug, damit die Fortsetzung zum Vorgang passt.
Was er sich merkt, und was nicht
Zum Gedächtnis gehört dieselbe Frage wie zu den Fehlern: Woher weiß er das, und wie lange behält er es? Der Assistent zieht sein Wissen aus vier getrennten Quellen, und er trennt sie sauber. Fragt man ihn selbst danach, antwortet er: „Ich speichere keine dauerhafte persönliche Erinnerung einfach nebenbei aus einer beiläufigen Aussage."
Was in dieser Unterhaltung besprochen wurde. Auch weit oben stehende Nachrichten findet er wieder, wenn der Verlauf lang geworden ist.
Kontakte, Objekte, Aktivitäten, Notizen. Er liest sie bei Bedarf neu, statt sich eine Kopie zu merken. Das ist CRM-Bestand, kein persönliches Gedächtnis.
Eine bevorzugte Anrede, ein E-Mail-Stil, eine übliche Frist für bestimmte Aufgaben. Gespeichert wird, worum Du ausdrücklich bittest.
Hinterlegte Abläufe, mit denen er wiederkehrende Auswertungen übernimmt. Sie lesen und berichten, sie ändern keine Datensätze und versenden nichts.
- Auch in langen Unterhaltungen findet er die Stelle wieder. Bezieht sich Deine Frage auf etwas, das zwanzig Nachrichten weiter oben stand, sucht er im Verlauf danach und arbeitet damit weiter.
- Dauerhaft gilt, was Du ausdrücklich sagst. „Merke Dir dauerhaft, dass …" ist der Auslöser. Auf diesem Weg behält er persönliche Arbeitspräferenzen über Chats hinweg, etwa die Frist, die Du für eine bestimmte Aufgabenart üblicherweise setzt.
- Du oder Sie, am Kontakt hinterlegt. Wie ein bestimmter Kontakt angesprochen werden möchte, lässt sich zusammen mit einem Hinweis speichern. Bereitet der Assistent später eine E-Mail an diesen Kontakt vor, richtet sich der Entwurf danach.
- CRM-Daten liest er, statt sie zu merken. Was in Kontakten, Objekten und Aktivitäten steht, holt er sich im Moment der Frage. Deshalb antwortet er auf dem Stand von jetzt und nicht auf dem von vorgestern.
Für beide Richtungen gilt dieselbe Regel, die er auf Nachfrage auch selbst nennt: CRM-Änderungen speichert er nur bei einem eindeutigen Auftrag, E-Mails bereitet er höchstens als Entwurf vor und versendet sie nie von selbst.
Was er zusätzlich kann
- Signaturen prüfen und speichern. Er sieht sich Signaturen für propgen und für einzelne Postfächer an und speichert sie mit den passenden Berechtigungen. Bei HTML-Signaturen zeigt er vorab, welche Inhalte beim Speichern entfernt werden.
- VCF-Kontakte lesen. Eine Visitenkartendatei aus dem Postfach oder vom Handy wird eingelesen, statt abgetippt zu werden. Dazu ergänzt er Telefonatdauern.
- Support-Tickets suchen und ergänzen. Bevor er ein neues Ticket anlegt, sucht er nach dem vorhandenen und hängt Deinen Hinweis dort an. Anliegen und Nutzername stehen am Ticket, damit im Support klar ist, worum es geht und wer gefragt hat.
- Berufspositionen pflegen. Die Position in einer Firmenzuordnung speichert und aktualisiert er direkt. Der Hinweis zum Kontakttitel unterscheidet dabei akademische Titel von Berufspositionen.
- Erinnerungen an Aufgaben pflegen. „Erinnere mich morgen daran, den Eigentümer anzurufen", „erst am Freitag", „nimm die Erinnerung wieder raus". Er pflegt dabei nur den Zeitpunkt, zu dem Du erinnert werden willst. Die Aufgabe selbst bleibt bestehen, sie wird weder erledigt noch gelöscht.
- Immobilien nach Betreuern filtern. Ein Filter, der im Alltag oft gebraucht wird, steht dem Assistenten jetzt direkt zur Verfügung.
Das alles ist ab sofort im KI-Assistenten wirksam. Dieselbe Woche hat ihn sehend gemacht, siehe Der Assistent sieht Deine Objektbilder. Dass der letzte Schritt beim Menschen bleibt, gilt auch für die interaktiven Automatisierungen: Sie legen die Folgeaktion vor, gespeichert und gesendet wird sie von Dir. Wie der Assistent ins CRM schreibt, zeigt Der Assistent schreibt zurück ins CRM.